DJK BW Hilden II vs. TTG Langenfeld VI 9:3
Eine eherne
Regel ist dem versierten Tischtennisfreund ja nun seit Jahren sattsam bekannt: „Spieler kommst du nach Hilden, vergiss die wärmende
Kleidung nicht!“ Wir hatten selbstverständlich vorgebeugt und uns winterfest verhüllt,
obwohl die Witterung diesmal der Jahreszeit nicht unbedingt entsprach. Dennoch
ließen uns die blau-weißen Gastgeber gleich mehrfach eiskalt auflaufen.
Schon als wir
den Umkleideraum betreten wollten, wurden wir zum ersten Mal vorgeführt.
Schickte uns doch ein Mannschaftsmitglied der Blau-Weißen (der Name soll wegen
drohender Lynchgefahr an dieser Stelle nicht
genannt werden) mit den Worten: „Ihr könnt ruhig die gegenüberliegende Kabine
nehmen. Da ist niemand drin.“, in die voll besetzte Damenumkleide, in der sich acht
Spielerinnen für das parallel laufende Bezirksklassenspiel umzogen.
Dann mimte
die Hildener Reserve den ebenso höflichen wie unbedarften Gastgeber, der uns
gleich zwei der drei Eröffnungseinzel überließ und uns trotz des krankheitsbedingten
Fehlens unserer beiden Spitzenspieler scheinbar eine Chance auf ein gutes Ergebnis
eröffnete.
In der Folge
zeigten sie aber schnell ihr wahres Gesicht und ließen uns in den nächsten
sieben Einzeln fürchterlich abblitzen. Um die Demütigung zu komplettieren, gaben
sich zwei Hildener Akteure auch noch die Kante und machten sich einen Spaß
daraus, mehrere Sätze mit bis zu vier Nassen zu garnieren, wobei auch mal gerne
der eine oder andere Satzball dabei sein dirfte.
Nur der
Spielsucht von Michael H. ist es zu verdanken, dass wenigstens ein Einzel zu
unseren Gunsten ausging. Er merkte nämlich noch gerade rechtzeitig, dass sein
Tipp in der Tipprunde unserer Staffel in Gefahr war. So bäumte er sich gegen
Wolfgang Praetze noch einmal erfolgreich auf. Das 3:9 bedeutete letztlich die
exakte Umkehrung des Hinrundenergebnisses.
Nach
Spielschluss gelang es uns rasch wieder, uns äußerlich wie innerlich
aufzuwärmen. Dazu trugen zum einen die tollen neuen Duschen in Hilden bei, die
optisch wie temperaturmäßig im krassen Widerspruch zur Halle standen. Zum
anderen benötigten wir, um uns innerlich zu erwärmen, noch diverse Mengen alkoholischer
Flüssignahrung in unserer Stammkneipe. Dann war uns wieder etwas wärmer ums
Herz.
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