SSV Berghausen III vs. TTG Langenfeld V 8:8
Laut
Wikipedia bezeichnet man als Untote
„phantastische Wesen, die bereits gestorben sind, jedoch als Wiedergänger
zu den Lebenden zurückkehren“. So in etwa sind wir uns in dieser Spielzeit schon
häufiger vorgekommen. Sowohl letzte Woche gegen Benrath (siehe Bericht „Siebenschläfer“)
als auch gestern im Lokalduell in Berghausen waren wir eigentlich schon
mausetot, sind aber wieder ins Leben zurückgekehrt. Allerdings wandeln wir mit unseren
vielen Remis (bereits das 5. in der Saison!) überwiegend im Schattenreich zwischen
beiden Welten.
Trotz
des späten Beginns (20 Uhr) hatten wir gehofft, durch eine eigenwillige Aufstellung
erfolgreich gegensteuern zu können, um nach der erwarteten schnellen Niederlage
noch etwas Warmes zu essen bekommen zu können. Wir verzichteten einfach auf die
Stammkräfte Lothar Jaeger, Michael Hamacher (beide täuschten berufliche Verhinderung
vor) und Günter Paschen, Karl Gunia (stellten sich krank/verletzt), so dass
einem frühen Ende beim favorisierten Nachbarn nichts mehr im Wege stehen dürfte.
Anscheinend
können wir aber nicht mehr schnell verlieren. Denn bereits zu Beginn untermauerten
die Gastgeber die Tatsache, dass sie gegen uns traditionell nicht sehr erfolgreich
Doppel spielen können (1-2). Dies versuchten sie anschließend zwar immer wieder
mit energischen Zwischenspurts (5:3, 7:5, 8:6) zu korrigieren, aber wir ließen
uns einfach nicht abschütteln. Insbesondere der zuletzt verletzungsbedingt stark
gehandicapte Käpt’n Michael B. lief gestern zu absoluter Topform auf und trug
gleich zu vier Punkten maßgeblich bei. Da sein Team ihm zur Seite stand und
Richard (gegen Bodo Stein), Rainer und Leo (beide gegen Robert Bartel) mit sehr
ansprechenden Vorstellungen mitzogen, kam es zu dem vom SSV gefürchteten, aber
nicht mehr zu verhindernden Schlussdoppel, mit vertrautem Ausgang.
Michael
H., der sein Team als Zuschauer anfeuerte, hatte inzwischen bei einem 5:7
Zwischenstand die Halle gegen 22.30 Uhr verlassen, um im Auftrag des Teams die
Wirtin unserer Stammkneipe davon zu überzeugen, die Küche noch ein paar Minuten
länger offen zu halten. Dass diese Warterei bis weit nach halb zwölf dauern und
zu hektischen telefonischen Essensvor-, Um- und Nachbestellungen führen würde,
kam für ihn sehr überraschend. Offenkundig drehen die Jungs erst richtig auf, wenn
er endlich aus der Halle verschwunden ist.
Es
versteht sich, dass dieses Lokalduell wie immer in einer absolut fairen und
freundschaftlichen Atmosphäre ablief.
In
den nächsten Wochen folgen die beiden Spiele gegen SFD. Vielleicht probieren
wir dann erneut unsere Wiedergängerstrategie. Steigerungsmöglichkeiten gibt es
da allemal. Wie wäre es denn zum Beispiel damit, ein 0-8 noch in ein Unentschieden
zu verwandeln? Das hatten nämlich selbst wir bisher noch nicht geschafft.
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