Langenfelder Tischtennis-Stadtmeisterschaften 2012
Nicht
die Aktiven, sondern die brüllende Hitze und das letzte
Ferienwochenende waren die heimlichen Sieger der diesjährigen
Stadtmeisterschaften. Nur 78 Aktive konnten sich durchringen, bei diesen
Bedingungen Badeseen und Freibäder zugunsten des TT-Schlägers links
liegen zu lassen. Allen Spielerinnen und Spielern, den Organisatoren,
dem Catering-Team und den Auf- und Abbauhelfern sei daher noch einmal
ausdrücklich gedankt. Die Spiele blieben stets fair, und abgesehen von
der Lüftung in der Halle klappte alles weitgehend reibungslos.
Sieger der Herren A: Stefan Boll |
Die Herrenklassen teilten wir (Herren A: Stefan Boll und Herren B: Jochen Handke) und
der SSV (Herren C: Jan Teunissen, Herren D: Max Wagner)
schiedlich-friedlich untereinander auf. In der Herren C-Konkurrenz, der
bestbesuchten Klasse des Wochenendes, ging es besonders eng und intensiv
zu. Unser Neuzugang Thomas Wilk (vom Tus Barop aus Dortmund gekommen)
ließ sich erst im Endspiel knapp stoppen, als er der Hitze und seinem
aufwändigen Spiel und Tribut zahlen musste. Während
die Teilnehmerfelder in Herren B, C und D mit im Schnitt 13 Spielern
und auch der Hobbybereich (insgesamt 15) noch einigermaßen konstant
blieben, verzeichneten wir im Jugendbereich (insgesamt 8 Teilnehmer in 4
Klassen) massive Einbrüche. So gab es in Mädchen A und Schüler A nur
jeweils eine Meldung! Die
größte Enttäuschung aber war die „Königsklasse“ Herren A mit lediglich
4(!) Aktiven. Dennoch boten die Akteure (sämtlich Spieler unserer
Verbandsligamannschaft oder aus der Bezirksliga [SSV Berghausen]) sehr
attraktiven Sport. Mit drei Siegen setzte sich hier Stefan Boll (TTG)
klar vor Björn Märtin (SSV) und Christian Manzius (TTG) durch.
Leichtsinnigerweise und unter souveräner Vernachlässigung der äußeren
Umstände einigte sich das Quartett in Einzel wie Doppel auf vier
Gewinnsätze, was der eine oder andere am Ende mit zunehmender Ermattung büsste. Die Hobbyklasse (für Aktive, die nicht am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen) machten die
Mitglieder des Richrather Sportvereins 08 fast unter sich alleine aus:
Sieger wurde hier Andreas Kerl (auch im Doppel mit Sohn Philip Kerl)
gegen Michael Stappers. Angesichts der Spielstärke vieler Akteure in dieser Klasse verbietet es sich eigentlich noch von „Hobbyklasse“ zu sprechen. In der ebenfalls unter sehr geringer Teilnahme leidenden Damenkonkurrenz errang Gabi Göddert überlegen den Titel.
Auch
wenn man die extremen Witterungsbedingungen als Sonderfall betrachten
muss, ist angesichts der Entwicklung der letzten Jahre und der
Reduzierung des Langenfelder TT-Wettkampfsports auf nur noch zwei
Vereine festzuhalten, dass die Stadtmeisterschaften auf den Prüfstand
gestellt werden sollten. Noch am Abend des Finaltages fanden allererste
Vorgespräche zwischen Vorstandsmitgliedernder der TTG und des SSV
Berghausen statt. Gemeinsam soll jetzt überlegt werden, ob und wie die
Langenfelder Institution „TT-Stadtmeisterschaft“ auch in der Zukunft
noch angeboten werden soll. Eine Öffnung als Einladungsturnier für
benachbarte Vereine (aus dem Düsseldorfer Süden, Hilden, Monheim oder
Hitdorf) ist möglicherweise eine Option. Im Herbst dieses Jahres werden
wohl die Gespräche über die „(offenen) Stadtmeisterschaften der Zukunft“
geführt werden.
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